Geschichte
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1948
Nach einer mehrjährigen Tätigkeit als geschäftsführender Gesellschafter der Bauunternehmung Gebr. Weil OHG, aus der er zum Kriegsende austritt, und nach einer weiteren dreijährigen Tätigkeit als Einzelunternehmer gründet der Bauingenieur Albert Weil, gemeinsam mit seiner Ehefrau Elisabeth, 1948 die Bauunternehmung Albert Weil GmbH.
Für die Verwaltung wird ein im Krieg beschädigtes ehemaliges Wohnhaus in der Diezer Straße in Limburg gekauft und restauriert. Der Bauhof entsteht auf einem bereits früher erworbenen Grundstück in Elz an der Onesimastraße. Bereits im Gründungsjahr wird ein Sozialgebäude mit mehreren Werkswohnungen errichtet; Werkstätten und Lager befinden sich zu diesem Zeitpunkt noch in Holzschuppen. Die Firma startet mit etwa 30 Mitarbeitern und ist in den ersten Jahren überwiegend mit Straßenbau- und Platzbefestigungsarbeiten für die französische Militärverwaltung in Koblenz sowie mit der Instandsetzung und dem Wiederaufbau von im Krieg zerstörten Industrie- und Verwaltungsbauten in Frankfurt beschäftigt. |
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1950-1952tritt der Bilanzbuchhalter Adolf Dietrich als kaufmännischer Leiter in die Gesellschaft ein. Gemeinsam mit den Gründern kümmert er sich um die Personalangelegenheiten und die Finanzen und schafft die organisatorischen Rahmenbedingungen, unter denen sich der Betrieb rasch vergrößert. Er bleibt der verantwortliche Mann für alle kaufmännischen Belange bis zu seiner Pensionierung im Jahre 1978.In den Jahren 1951 und 1952 werden die ersten Großgeräte angeschafft. Ein Seilbagger, eine Planierraupe und zwei Dreiachs-LKW bilden eine leistungsfähige Einheit für den Erd- und Straßenbau. 1952 kommt auch die technische Abteilung in eine feste Hand. Mit Dr. Gerhard Sinnigen gewinnt Albert Weil einen erfahrenen und technisch versierten Ingenieur, der in der Erarbeitung von Sonderentwürfen für Ingenieurbauwerke ebenso zu Hause ist wie in schwierigen technischen Fragen der Bauausführung. Noch im selben Jahr werden auf dem Stegskopf der erste Wasserhochbehälter und in der Eifel die ersten beiden Brücken gebaut. Noch ein zweites wichtiges Ereignis kennzeichnet das Jahr 1952. Als Zeichen seiner sozialen Verantwortung gründet Albert Weil als einer der ersten mittelständischen Unternehmer der Nachkriegszeit eine betriebliche Unterstützungskasse, die ausschließlich vom Mutterbetrieb finanziert wird und heute im Renten- oder Invaliditätsfall der Mitarbeiter wiederkehrende Zahlungen in Höhe von bis zu DM 600 pro Monat leistet. Die Gesamtzahlungen belaufen sich inzwischen auf über DM 400.000 pro Jahr. |
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1955baut die Unterstützungskasse ihr erstes Mehrfamilienhaus in bester Wohnlage am Schafsberg in Limburg. |
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1965eröffnet die Firma Weil einen eigenen Basaltsteinbruchbetrieb zwischen Ellar und Hintermeilingen. Erzeugt werden klassifizierte Straßenbaustoffe, aber auch Unterbau- und Verfüllmaterialien, überwiegend für den eigenen Betrieb. Der Bruch ist inzwischen ausgebeutet und wird nach ökologischen Vorgaben renaturiert. |
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1970erhält die Kanalbauabteilung mit dem Bau des ersten Sammlers zwischen Elz und Niederhadamar eine neue Dimension. Moderne Hebegeräte und Verbausysteme erlauben die Verlegung schwerster Rohre in allen Tiefenlagen. Weitere 35 Sammler werden in den folgenden Jahren gebaut.Als logische Folge aus einer kooperativen Mitarbeiterführung bei einem gleichzeitig hohen Maß an Delegation von Verantwortung werden im gleichen Jahr alle Mitarbeiter in leitenden Funktionen - es sind dies über 20 - maßgeblich am Gewinn der Gesellschaft beteiligt. Dieses von den üblichen Prämiensystemen abweichende Verfahren stärkt das Zusammengehörigkeitsgefühl und erhöht das Verständnis und die Bereitschaft zur Mitarbeit an den ressortübergreifenden Aufgaben.
Nachdem die Firma Weil die Abraumbeseitigung für Naturstein- und Tongewinnungsbetriebe schon 1967 in ihr Leistungsprogramm aufgenommen hat, wird diese Tätigkeit 1971 mit erheblichen Investitionen und der Gründung einer neuen Betriebsabteilung beträchtlich ausgeweitet. Hinsichtlich der jährlich bewegten Kubikmeter wird Ende der 70er Jahre die Ein-Millionen-Grenze und Ende der 80er Jahre die Zwei-Millionen-Grenze überschritten. Auch im Verwaltungsbereich wird 1971 mit der Anschaffung der ersten Datenverarbeitungsanlage ein weiterer Entwicklungsschritt vollzogen.
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1978wechselt der kaufmännische Leiter, Adolf Dietrich, in den Ruhestand. Der bisherige Leiter der Finanzbuchhaltung, Gebhard Hoffmann, übernimmt die frei gewordene Position und trägt bis heute die Verantwortung für den gesamten kaufmännischen Bereich. Der geprüfte Bilanzbuchhalter und Computerfachmann steht für eine schlanke kaufmännische Verwaltung und ein zum wirksamen Steuerungsinstrument entwickeltes betriebliches Rechnungswesen.Das konstruktive Verhältnis zwischen Geschäftsleitung und Belegschaft wird unter Josef Jung, der 1979 Gerd Harms als Betriebsratsvorsitzenden ablöst, weiter gefestigt. Als Beisitzer beim Arbeitsgericht mit den Rechtsverhältnissen zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmern bestens vertraut, erweist er sich als ein energischer Vertreter der Interessen der Mitarbeiter, aber auch als ein loyaler und überzeugender Mittler, wenn berechtigte Interessen des Betriebes tangiert werden. |
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1982übernimmt Dipl.-Ing. Arnold Dietrich nach dem Eintritt von Karl-Heinz Koepper in den Vorruhestand die technische Leitung der Gesellschaft. Seine Kompetenz in allen Fachbereichen befähigt ihn dazu, die in den folgenden Jahren in zunehmendem Maße vom Markt erzwungenen Änderungen im Leistungsprogramm der Firma erfolgreich zu vollziehen.Der Bedarf an Brücken und anderen Verkehrsbauten geht zurück. An ihre Stelle treten Bauwerke aus dem Abwasserbereich wie Kläranlagen und Rückhaltebecken. Der Fernstraßenbau reduziert sich zugunsten des innerörtlichen Straßenbaus und des Ausbaus von Stadtzentren mit Plätzen, verkehrsberuhigten Zonen und Fußgängerbereichen. Naturnahes Bauen gewinnt an Bedeutung.
Nach mehrjährigen Vorarbeiten wird 1985 der Bauhof grundlegend neu organisiert und durch die Neugestaltung des Lagerwesens und der Transportvorgänge eine leistungsfähige wirtschaftliche Einheit geschaffen, die auch heute noch mustergültig ist. Unter Verwendung eines eigens geschaffenen Containersystems wird die bisherige Bodenlagerung von Baumaterialien, Rüst-, Schal- und Verbauteilen sowie von Kleingeräten auf Regallagerung umgestellt. An die Stelle von Kranen treten Front- und Seitenstapler zur Bewerkstelligung der Ladevorgänge. Die Ladezeiten verkürzen sich um mehr als die Hälfte, die Arbeitssicherheit wird entscheidend erhöht.
In den Jahren 1985 bis 1989 gehen 38 Mitarbeiter, die das 58. Lebensjahr vollendet haben, in den Vorruhestand. Um die entstandenen Lücken auszugleichen, werden zahlreiche jüngere Arbeitssuchende eingestellt und im vorgenannten Zeitraum 33 Schulabgängerinnen und Schulabgänger zu kaufmännischen Angestellten, Bauzeichnern und Facharbeitern ausgebildet. Die meisten von ihnen verbleiben im Betrieb.
In das Jahr 1986 fällt der Bau der 1. Kläranlage (Kerkerbach). 12 weitere folgen mit Bausummen zwischen vier und 15 Millionen DM. Die meisten werden nach firmeneigenen Sonderentwürfen errichtet.
Da sich in den 80er Jahren die Bautätigkeit der Gesellschaft mehr und mehr vom Westerwald in das Main-Taunus-Gebiet verlagert, wird zur besseren Betreuung der örtlichen Auftraggeber 1989 in Kelkheim eine Niederlassung gegründet.
Dem Trend nach naturnahem Bauen folgend, wird in Niedererbach die 1. Teichkläranlage errichtet. Im gleichen Jahr tritt der Betriebsratsvorsitzende Josef Jung in den Ruhestand. Sein Nachfolgender wird Manfred Bräunche. Er genießt das Vertrauen der Mitarbeiter ebenso wie das der Geschäftsleitung und setzt die erfolgreiche Arbeit seiner Vorgänger konsequent fort. |
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1991wird das Verwaltungsgebäude zur Schaffung eines repräsentativen Empfangsbereichs und weiterer Büro- und Besprechungsräume durch einen Anbau erweitert. Im Zuge dieser Erweiterung wird das vorhandene Gebäude grundlegend renoviert, die Arbeitsplätze werden durch eine zeitgemäße Möblierung und Beleuchtung funktionaler und durch ein anspruchsvolles Design angenehmer und freundlicher gestaltet. Paul Hecht wird im gleichen Jahr als 1. Mitarbeiter der Firma für 40jährige Betriebstreue geehrt. |
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1994Um den wachsenden Aufgaben im technischen Bereich Rechnung zu tragen, wird Herrn Dipl.-Ing. Markus Schneider als zweitem technischen Leiter die Position des Oberbauleiters und des Leiters der Arbeitsvorbereitung übertragen. |
1996erfährt Herr Hartmut Reusch im Rahmen des traditionellen jährlichen Mitarbeiterempfangs eine besondere Ehrung. Er ist der 100. Mitarbeiter der Firma, der auf eine 25jährige Betriebszugehörigkeit zurückblicken kann. |
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19981998 blickt die Gesellschaft auf ihr 50-jähriges Bestehen zurück. Das Jubiläum wird in mehreren Veranstaltungen festlich begangen. 1998 ist nicht nur das Jahr stolzer Rückschau auf die Zeugnisse von fünf Jahrzehnten erfolgreicher Bautätigkeit. Es ist auch das Jahr der Besinnung auf all diejenigen, die an diesem Erfolg mitgewirkt haben: die zahlreichen langjährigen Mitarbeiter, von denen viele schon beim Aufbau des Betriebs mit dabei waren, sowie die vielen Geschäftsfreunde, die uns ihr Vertrauen geschenkt und über Jahre erhalten haben. |
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19991999 verwirklicht die Ingenieurbauabteilung mit der Errichtung einer neuen Produktionshalle für die Blechwarenfabrik das erste Projekt in schlüsselfertiger Bauweise. |
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2000Im Abraumbereich bricht mit dem konsequenten Umstieg auf Bagger der 80-Tonnen- und Dumper der 40-Tonnen-Klasse eine neue Ära an. Die Jahresleistung der Abraumabteilung erhöht sich aufgrund der neuen Gerätedimension im Jahr 2000 auf über 2,7 Millionen Kubikmeter. |
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20012001 erhält die Ingenieurbauabteilung, deren Bauleitung sich in den zurückliegenden Jahren stetig nach oben entwickelt hat, mit Herrn Dipl.-Ing. Stefan Jung-Diefenbach einen eigenen technischen Leiter.Im Jahr 2006 wird Herr Jung-Diefenbach zum Mitglied der erweiterten Geschäftsleitung bestellt und vertritt das Unternehmen als Prokurist. |
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2004Die Firma wird in eine Aktiengesellschaft umgewandelt. Herr Dipl.-Ing. Arnold Dietrich, langjähriges Mitglied der erweiterten Geschäftsleitung, wird technischer Vorstand der neuen Gesellschaft. Die Tochter des Firmengründers und bisherige Geschäftsführerin, Frau Christa Haas, wechselt in den Aufsichtsrat. Vorsitzender des Aufsichtsrats wird der Präsident des Hessischen Staatsgerichtshofs, Herr Dr. Günter Paul. |
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20052005 werden alle Bagger mit dem Einsatzgewicht von 16 Tonnen an aufwärts, die im Straßen- und Kanalbau in Einsatz kommen, mit einem Schnellwechselsystem ausgerüstet, das es dem Fahrer erlaubt, hydraulisch betriebene Anbaugeräte wie Verdichtungsplatten, Rammen, Aufbruchhämmer, Vermörtelungsschaufeln u.a. zu wechseln, ohne dass er das Führerhaus seines Geräts verlassen muss. Diese technische Neuerung führt insbesondere im Kanalbau zu einer deutlichen Verringerung der Produktionskosten.
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2006Dipl.-Kfm. Klaus Rohletter wird zum 01.01.2006 in den Vorstand der Gesellschaft berufen, zuständig insbesondere für die Geschäftsbereiche Versorgung, Personal, Finanzen und Organisation. Der bisherige Vorstandsvorsitzende, Herr Christof Haas, tritt in den Ruhestand.
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2007Zum Jahresbeginn 2007 hat Herr Stefan Hopmann die Leitung des Geschäftsbereiches Straßen- und Kanalbau übernommen.Nach Abschluss seines Studiums an der FH Wiesbaden hat er zunächst als Assistent und später als Bauleiter die wesentlichen Produktbereiche des Straßen- und Kanalbaus kennengelernt und hierbei erfolgreich für das Unternehmen gearbeitet. Im Januar 2008 wird Herrn Hopmann Prokura verliehen. Herr Rohletter wird zum Sprecher des Vorstandes berufen. |
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2008In das Jubiläumsjahr 2008 geht die Bauunternehmung mit einem Personalbestand von mehr als 220 Mitarbeitern, die zuletzt eine jährliche Bauleistung von mehr als 31 Mio. € erzielt haben.15 Führungskräfte mit dem Abschluss eines Bauingenieurstudiums und 25 Mitarbeiter mit Meisterqualifikationen (geprüfte Poliere oder Schachtmeister) versetzen die Gesellschaft in die Lage, alle wesentlichen technischen Fragestellungen im Rahmen ihrer Bautätigkeit selbst lösen zu können. Mit 28 Auszubildenden sind die Voraussetzungen für eine Deckung des mittelfristigen Personalbedarfes aus eigener Kraft gegeben. |




















